Flexor

Im Kurs „Designing interactive Products“ liegt die Aufgabenstellung auf der Hand. Im Sommersemester 2018 wurde die Aufgabe, ein interaktives Produkt zu gestalten, durch den Zusatz ergänzt, dass es als Requisite für eine Verfilmung des Romans „Der futurologische Kongress“ von Stanisław Lem passen könne. In den folgenden Kapiteln werde ich chronologisch den Ideenfindungs- und Entwicklungsprozess darstellen.

Die Idee

Auf Basis des Buches "Der futurologische Kongress" von Stanisław Lem sollten wir ein Requisit entwickeln, das gut in die Welt, die im Buch gezeichnet wird, passen könne. Die Idee war, einem bestehenden Konzept einer Produktgattung eine „Frischzellenkur“ zu verpassen. Die Bandbreite der Vorschläge ging von Instrumenten über Möbel bis zu Spielzeugen. Schreibtischlampen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten bis auf die Leuchtmittel nicht weiterentwickelt. Als Interaktionsmöglichekeiten fand ich das Verfolgen des Blickes des Nutzers interessant, etwa in der Form, dass der Lampenkopf den Fokuspunkt auf dem Tisch beleuchtet. Leider musste ich diese Idee aufgrund von Problem bei der Umsetzung etwas eingrenzen, sodass ich mich für Gestensteuerung entschied. Das Resultut der Ideenfindung war eine Lampe, die durch Gesten in der Luft mit der Hand geseteuert wird.

Die Umsetzung

Als Hardware setzte ich auf einen Arduino Uno, zwei Servo-Motoren, eine LED-Leuchte und eine Skywriter-Platine. Letztere übernimmt das Empfangen und Verarbeiten von Gesten im Raum. Der Arduino gibt somit nach erfolgreicher Erkennung die Rotationsbefehle an die Servo-Motoren weiter. Bei Konzipieren des Gehäuses fand ich heraus, dass Paketkarton sich sehr gut eignet, um leichte und trotzdem stabile Gestelle zu bauen. Der Karton, den ich einsetzte, war ein einwelliger Paketkarton. Um möglichst wenig Hardware verwenden zu müssen, inspirierten mich die Beugemuskeln der Finger, die man Flexoren nennt, dazu das Gehäuse so zu entwickeln: Drei gleichgroße Parts bilden durch Verbindungen einen Finger nach. Der unterste Teil beherbergt das Gewicht, das mit einem Servo-Motor verbunden ist und um das rotiert wird. Darüber sitzt ein weiterer Servo-Motor, der für das Anziehen der anderen Lampenteile zuständig ist. Die Gestenerkennung ist mit dem Arduino im vorderen Teil der Lampe platziert. Die LED-Leuchte ist im oberen Teil der Lampe zu finden. Für die Streuung des Lichts habe ich eine halbtransparente Folie verwendet.

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Falls Ihnen inhaltliche oder gestalterische Fehler auffallen, würde ich mich freuen, wenn Sie mich per Mail darauf hinweisen: jonas@nitzl.de

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